Yin Yoga - was gibt mir das?

Beim Yin Yoga werden die Positionen passiv eingenommen und mehrere Minuten gehalten. Der geistige Fokus wird währenddessen auf den Körper gelenkt. Dies ähnelt der stillen Meditation und hat den gleichen Effekt.

Yin Yoga ist der perfekte Ausgleich nach einem aktiven oder stressigen Tag.
Mit Yin Yoga kommst du runter.

Durch die lange Haltezeit und dem gleichzeitigen Loslassen der Muskeln werden die Faszien gedehnt bzw. verklebte Faszien gelockert, was auf Dauer für mehr Flexibilität des Körpers sorgt. Das hilft gegen muskuläre Verspannungen und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit, geschmeidigere Gelenke und flexiblere Muskeln. Als Faszien wird das Bindegewebe bezeichnet, das wie ein großes Netz alle Muskeln, Knochen und Organe umhüllt und so den Körper innerlich zusammenhält.

Hast Du auch viel zu oft muskuläre Verspannungen, die durch zu viel Stress oder Schonhaltungen verursacht sind?
Mit Yin Yoga kannst Du sie leichter los werden.

Insbesondere nach Operationen im Bauchraum oder durch Entzündungsprozesse im Körper (z. B. hervorgerufen durch Endometriose-Herde) kann es zu Verklebungen der Faszien kommen. Diese können durch sanftes Dehnen gelöst werden.

Hast du es auch satt, dass Körperbereiche von dir zusammen wachsen, die gar nicht zusammen gehören und Du daher ständig Schmerzen hast?
Mit Yin Yoga kannst du sie evlt. wieder lösen.

Gleichzeitig wirken die Yoga-Positionen auch auf die Meridiane ein, Energieleitbahnen, die aus dem TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) bekannt sind. Hierüber können ganze Organsysteme ausgeglichen und Selbstheilungs-Prozesse angestoßen werden.

Wolltest Du Dich nicht auch endlich mal wieder gesund und erfrischt fühlen?
Gib Yin Yoga eine Chance!

Für wen ist Yin Yoga geeignet?

  • Yin Yoga ist gut für Dich geeignet, wenn Du bewusst eine sanfte Übungspraxis mit einer kraftvollen Wirkung bevorzugst. 
  • Yin Yoga ist gut für Dich geeignet, wenn du eine sehr ruhige und meditative Yogapraxis bevorzugt. Es bietet Gelegenheit, bewusst runter zu kommen und los zu lassen.
  • Yin Yoga ist gut für Dich geeignet, wenn Du schon länger keinen Sport mehr gemacht hast oder wenn du Yoga-Anfänger bist. Du musst nicht super beweglich oder dehnbar sein. Du wirst nur soweit in die Positionen gehen, wie es für dich anatomisch möglich ist. 

Probiere es einfach mal aus.

Welche Hilfsmittel benötige ich?

Damit die Yin Yogastunde für Dich ein positives Erlebnis wird, empfehle ich Dir, ein paar Dinge bereit zu halten.

Denn wir sind alle unterschiedlich in Statur, Körperbau, Beweglichkeit der Gelenke und Geduld. Und so unterschiedlich wir sind, so individuell wird das Yin Yoga. Es gibt keine “perfekte Ausrichtung einer Yoga-Position für alle”. Es gibt stattdessen, die eine Ausrichtung der Yoga-Position, die “heute für Dich” genau die richtige ist. Für jemand anderen wird sie womöglich etwas anders aussehen.

Da beim Yin Yoga die meisten Positionen in dem Bereich, der gedehnt werden soll, ohne Muskel-Anspannung gehalten werden, ist es hin und wieder sinnvoll und hilfreich, mit Hilfsmitteln Deinen Körper abzustützen, so dass er tatsächlich passiv sein kann. Damit Du also in den Genuss der für Dich richtigen Yoga-Positionen kommen kannst, lege dir feste Kissen, Bolster, Yogablöcke, eine gefaltete Decke bereit.

Wenn du nicht über „professionelles Yoga Equipment“ verfügst, ist das nicht schlimm. Sicherlich findest du in deinem Umfeld Gegenstände, die dir ebenso gut dienlich sein können:

  • Eine leichte Sofadecke kann gefaltet oder gerollt werden und so ein Kissen oder das Bolster ersetzen.
  • Ein dickes schweres Buch oder ein Stapel davon kann den Yogablock ersetzen.
  • Ein festes Sofa-Kissen oder anderes Polster können die Yoga-Kissen bzw. Meditationskissen ersetzen.

Die Philosophie

Die Bezeichnung „Yin Yoga“ leitet sich von dem chinesischen Konzept von Yin und Yang ab, das vor allem im Daoismus eine Rolle spielt. Diese Philosophie beschreibt Yin und Yang als entgegengesetzte Kräfte oder Prinzipien: Während Yin die weibliche, ruhige, weiche und passive Energie repräsentiert, verkörpert Yang den männlichen, harten, dynamischen und aktiven Gegenpart. 

In anatomischer Hinsicht steht Yang für die Muskeln und Yin für das Bindegewebe wie Sehnen und Bänder.

Yin und Yang

Dieses Prinzip kann man auch auf die Yogastile anwenden. Es gibt aktive, dynamische und körperlich anstrengende Yogastile, bei denen u.a. auch die Muskeln eine wichtige Rolle spielen – diese kann man als „Yang-lastig“ bezeichnen. Und dann gibt es z. B. das „Yin Yoga“, dessen Praxis vor allem ruhig und langsam ist, bei dem die Muskulatur bewusst los gelassen wird, so dass die tieferliegenden Bindegewebsschichten, wie z. B. die Faszien angesprochen werden können.

Erfahre, wer Yin Yoga unterrichtet: zur Yin Yogalehrerin Nicole

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